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Reithelme & Sicherheitswesten

Reithelme, Sicherheitswesten und Rückenprotektoren

Grundsätzlich gilt Sicherheit und Schutz haben oberste Priorität!
Unabhängig von der eigenen Pferdeerfahrung und wie lange oder wie gut man reitet: Ein Helm sollte immer getragen werden und idealerweise von einer Sicherheitsweste oder einem Rückenprotektor ergänzt werden. Jede Schutzausrüstung muss bestimmte Anforderungen erfüllen. In den folgenden Absätzen haben wir sowohl die wichtigsten konstruktiven und technischen Aspekte denen sichere Schutzausrüstung für den Reitsport begegnen muss, als auch aktuelle Richtlinien sowie Tipps zur richtigen Passform, zusammengestellt.


Wer einmal einen Sturz vom Pferd miterlebt hat weiss, wie verletzungsgefährdet Kopf, Wirbelsäule, Rippen, Schulterblätter und Schlüsselbein sind. Viele wichtige Nervenbahnen verlaufen zwischen Organen und Gehirn und werden ebenso wie das Rückenmark von der Wirbelsäule geschützt. Wird dieser Bereich verletzt, kann dies tödliche Folgen haben oder zu teils erheblichen Beweglichkeitseinschränkungen führen Querschnittslähmungen kommen immer wieder vor.
Die enorme Aufprallenergie, die bei einem Sturz auf den Körper einwirkt, kann von einem Reithelm, einer Schutzweste oder einem Rückenprotektor absorbiert und effektiv verteilt werden.


Normung und Tragepflicht von Reithelmen, Rückenprotektoren und Sicherheitswesten

Im Gegensatz zu Sicherheitswesten, unterliegen Rückenprotektoren in Deutschland der CE-Norm EN 1621-2. Die Schlag- und Stossprüfung der Sicherheitswesten und Rückenprotektoren basiert auf den Standards, die auch für Motorrad-Schutzausrüstung angesetzt werden.
Trotz der hohen Unfall- und Verletzungsgefahr, ist das Tragen von Protektoren und Schutzwesten im Reitsport keine Pflicht. Allein in der LPO (Leistungs-Prüfungs-Ordnung) der Fahrer und Vielseitigkeitsfahrer ist seit 2000 das Tragen von Sicherheitswesten durch die FN vorgeschrieben. Die Sicherheitswesten sollten dabei mindestens der EU-Norm EN 13158 Level 3 entsprechen. Diese ist jedoch nicht verpflichtend.


Alle unsere Reithelme für Kinder und Erwachsene entsprechen der aktuell gültigen Reithelmnorm. Die Helme wurden diversen Sicherheitstests unterzogen, wie bspw. verschiedenen Durchdringungs- und Stossdämpfungsprüfungen.
In jedem Fall sollte die Aussenschale fest mit dem Innenhelm verbunden sein. Weiterhin sollte die Sollbruchstelle am Schirm des Reithelms im Notfall nachgeben, um einen Nasenbeinbruch des Reiters zu vermeiden. Eine 3-Punkt-Befestigung gilt bei Helmen, die den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen, als Selbstverständlichkeit. Kinnschalen hingegen sind inzwischen verboten, da das Risiko eines Kieferbruchs beim Sturz mit Kinnschale deutlich erhöht ist.


Die richtige Passform der Schutzausrüstung fürs Reiten

Um maximalen Schutz gewähren zu können, ist die richtige Passform unerlässlich, denn nur so können Reithelm, Rückenprotektor und Sicherheitsweste ihre Schutzwirkung voll entwickeln. Im Bereich des Torsos ist wichtig, dass die komplette Wirbelsäule abgedeckt und geschützt ist. Der Schutz sollte sowohl den Lendenbereich als auch den Halsbereich umfassen und idealerweise auch Teilbereiche der Schulterpartie.
Die richtige Passform des Reithelms setzt die Anpassung an die individuelle Kopfgrösse voraus, welche bei vielen Helmen mittlerweile per Grössenverstellrad an der Rückseite regulierbar ist. Ein Reithelm, der nicht einwandfrei sitzt, kann bei einem Sturz schwerwiegende Schäden und Verletzungen verursachen.
Vor dem Kauf sollte der Kopfumfang gemessen werden, da ein Reithelm den Kopf fest und sicher sitzend umschliessen sollte. Im Bereich der Kinderreithelme haben sich besonders grössenverstellbare Modelle etabliert, da diese zumindest noch einige Zeit mitwachsen können.
Im Bereich der Schutzausrüstung gibt es viele verschiedene Varianten und Modelle. Bei der enormen Sortimentstiefe fällt die Wahl des richtigen Modells nicht immer leicht. Die Entscheidung sollte jedoch bedarfsorientiert sowie nach benötigtem Sicherheitsfaktor und Tragekomfort gefällt werden. Ob Reithelm, Rückenprotektor oder Sicherheitsweste die Ausrüstung darf weder zu gross noch zu klein sein und sie sollte den Reiter weiterhin nicht in seiner Bewegungsfreiheit einschränken oder verrutschen. Neben einem höchstmöglichen Tragekomfort, stellt auch die Verarbeitung und die Qualität der verwendeten Materialien ein weiteres Entscheidungskriterium dar.